Chronik

Einige Männer, die sich bereits aus einer Laienspielgruppe kannten
welche im Paulushaus, in Bilk kleine Theaterstücke aus dem
Düsseldorfer Milieu aufführten, wollten Aktiver im heimatstädtischem Brauchtum sein.

 

Humor war bei Ihnen Trumpf und daher die Gründung einer Karnevalsgesellschaft beschlossene Sache.

 

Jedoch musste man dieser Gesellschaft einen Namen geben.

 

Hier konnte man sich nicht einig werden, bis dann nach vielen Stunden (es war immer noch kein Name gefunden) einer ausrief: „ nu lott jonn, isch mot no hus on morje früh erus“

 

Dieser Ausspruch weit nach Mitternacht brachte die Entscheidung.

 

Es war die Geburtsstunde der Karnevalsgesellschaft Lott Jonn 1929 im Stadtteil Bilk.

 

Zum Präsidenten und 1. Vorsitzenden wurde August Willikonsky gewählt.

 

Erwähnt wurde noch ein echter Brauchtumsfreund, der als erster Ehrenpräsident von

 

Lott Jonn ernannt wurde – Jacob  (Köbes) Cordowinus – der im gleichen Jahr (1929)

 

Die Gesellschaft „Fidele Bröder“ gründete, woraus 1932 die „KG Utzbröder“ entstand.

 

Im Stadtteil Bilk, wo Lott Jonn sein Domizil aufgeschlagen hatte, erwarb Sie sich schnell einen großen Kreis von Freunden.

 

Die KG Lott Jonn war auch Gründungsmitglied der damaligen  „Vereinigte Karnevalsvereine 1930“, im Jahre 1934 übernahm der Präsident der KG Lott Jonn August Willikonsky den Vorsitz dieser Vereinigung, unter dem Mott „ alle onger ene Hoot“

 

Bis zum Kriegsbeginn im Jahre 1939 war die Gesellschaft aktiv im Düsseldorfer Karneval.

 

Neben August Willikonsky sind noch zwei Mitgründer benannt: Hubert Creson und Fritz Werner. Ersterer war vom Gründungsjahr bis 1939 Vizepräsident.

 

Im gleichen Jahr wurde Hubert Creson noch als Mitbegründer, Präsident der Gesellschaft „Funken-Atellerie Rot-Wiss“. Fritz Werner war bis 1939 der Närrische Schutzmann der KG Lott Jonn.

 

Beide hatten großen Anteil am Aufbau der Gesellschaft KG Lott Jonn.      

 

Im Jahre 1948 sammelte August Willikonsky, der die Kriegsjahre glücklich überstanden hatte, alte und neue Freunde um sich und gab der Lott Jonn neues Leben. Der Weltkrieg hatte die Gesellschaft erheblich getroffen, Sie verlor ihr ganzes Inventar. Sieben Mitglieder kehrten nicht mehr zurück.

 

Durch die selbstlose Unterstützung der Mitgründer und Freunde Hubert Creson, Fritz Werner, Jakob Spix, Jakob Cordovinus, August Brings, Dr. Kurt Harren, Heinz Hanrath, Heinz Albes, Bruno Grunert, Hans Schiffers, und Victor Dreis wurde eine gute Entwicklung der Gesellschaft auf lange Zeit gesichert.

 

August Willikonsky leitete 26 Jahre als Präsident die Lott Jonn.   

 

Leider nur kurz von 1955 bis einschließlich 1956 führte das Präsidentenzepter Jakob Spix.

 

Im Jahre 1956 übernahm  Dr. Kurt Harren das Protektorat über die Gesellschaft.

 

Von 1957 bis1967 hatte August Brings das närrische Zepter in der Hand.

 

Ihn löste Bruno Grunert bis zum Jahre 1971 ab.

 

1972 übernahm Paul Emmerling sen., der seit 1968 1.Vorsitzender der Gesellschaft war,das Präsidentenamt. Er führte die Lott Jonn auch durch die 5x11 Jahre Jubiläumssession.

 

Sein Sohn „Päuli“ Emmerling übernahm das Amt 1985, als damals jüngster Sitzungspräsident im Düsseldorfer Karneval.

 

Die plötzliche und unerwartete Amtsniederlegung des gesamten Vorstandes der KG Lott Jonn, teilweise aus gesundheitlichen Gründen, brachte die Gesellschaft,kurz vor der Session 1992/93 in ernste Gefahr und der Verein vor der Auflösung stand.

 

Da sich aber einige treue Mitglieder gegen eine Auflösung sträubten,
wurde in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 16.Oktober 1991 die Auflösung verhindert.

 

Unter den verbleibenden Mitgliedern wurde wie folgt neu gewählt:
1.Vorsitzender Hans Schiffers, 1. Geschäftsführer Rolf Hebing, 1.Kassierer Helmut Dreis, Präsident Axel Berger. Zum erweiterten Vorstand wurden gewählt: 2.Vorstzender Ralf Vierkötter, 2.Geschäftsführer Franz-Josef Wöltjen und 2.Kassiererin Gabi Dreis.

 

Erstmals wurde in dieser Versammlung beschlossen, das auch weibliche Mitglieder aufgenommen wurden.

 

Durch die emsige Mitarbeit der gesamten Mitglieder, konnte die Gesellschaft, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, noch drei von sonst fünf Terminen aufleben lassen. Die Session 1993/94 wurde nun mit allen Veranstaltungen geplant und erfolgreich durchgeführt. Was für einige Mitglieder Neuland war.